U. X. Kaisers, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivtherapie, Universitätsklinikum Leipzig F. Hokema, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivtherapie, Universitätsklinikum Leipzig D. Schreiter, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivtherapie, Universitätsklinikum Leipzig S. Bercker, Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivtherapie, Universitätsklinikum Leipzig
Die Versorgung von polytraumatisierten Patienten stellt hohe Ansprüche an die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Chirurgen, Anästhesisten, Intensivmedizinern und Radiologen; operative und konservative Behandlungsprozesse sowie diagnostische Maßnahmen müssen kontinuierlich miteinander verzahnt und aufeinander abgestimmt werden. Eine ständige Evaluation der Patienten ist notwendig, um sekundäre Traumafolgen zu verhindern und um Komplikationen oder primär nicht diagnostizierte Verletzungen rechtzeitig zu erkennen. Die gesamte personelle, technische und bauliche Infrastruktur des versorgenden Krankenhauses muss an die komplexen Anforderungen angepasst sein, und es muss ausreichende Erfahrung in der Behandlung von traumatisierten Patienten vorliegen [1]. Die Behandlung sollte möglichst in spezialisierten Trauma-Zentren erfolgen, da dies nachweislich die Prognose verbessert [2]. Nach Abschluss der Versorgung in der akuten Phase kann im Rahmen von Trauma-Netzwerken eine Verlegung zur spezifischen Intensivtherapie aus dem Zentrum in ein nachgeordnetes Krankenhaus erfolgen [3].