Das EVK-Konzept – ein Beitrag zur Patientenversorgung im Großschadens- und Katastrophenfall
Autoren
Hans Anton Adams, Stabsstelle für Interdisziplinäre Notfall- und Katastrophenmedizin Medizinische Hochschule Hannover Carl-Neuberg-Straße 1 30625 Hannover, Deutschland A. Flemming, Stabsstelle für Interdisziplinäre Notfall- und Katastrophenmedizin, Medizinische Hochschule Hannover C. Lange, Feuerwehr Hannover F. Hildebrand, Klinik für Unfallchirurgie, Medizinische Hochschule Hannover C. Krettek, Klinik für Unfallchirurgie, Medizinische Hochschule Hannover W. Koppert, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, Medizinische Hochschule Hannover
Schlüsselwörter
Großschadensereignis, Katastrophenfall, Erstversorgungsklinik, Behandlungsplatz, Notfallplan des Krankenhauses
Zusammenfassung
Die Patientenversorgung im Großschadens- und Katastrophenfall stellt die medizinische Gefahrenabwehr vor Herausforderungen, denen nur durch engste Vernetzung der präklinischen und klinischen Ressourcen entsprochen werden kann. Im Vordergrund steht die unverzügliche Sichtung sowie die Herstellung und Erhaltung der Transportfähigkeit der vital bedrohten Patienten und deren unverzügliche klinische Versorgung. Während dem Behandlungsplatz bei einem Großschadensereignis neben der Sichtung und Herstellung der Transportfähigkeit auch eine Pufferfunktion für leichtgeschädigte (und ggf. hoffnungslose) Patienten zukommt, muss diese nach zeitgerechter Verfügbarkeit und medizinischer Leistungsfähigkeit begrenzte Ressource im Katastrophenfall ganz auf die Herstellung der Transportfähigkeit der vital bedrohten Patienten konzentriert werden. An die Erstversorgungskliniken als dem nächsten und entscheidenden Glied der Versorgungskette werden hohe Anforderungen gestellt, denen sie nur durch sorgfältige Notfallplanung und regelmäßige Übungen gerecht werden können. Bei den Übungen ist besonderes Augenmerk auf die Zusammenarbeit mit Feuerwehr- und Rettungskräften zu legen.