Claudia Philippi-Höhne, Klinik und Poliklinik für Anästhe- siologie und operative Intensivtherapie Universitätsklinikum Leipzig, AöR Liebigstraße 20 a 04103 Leipzig, Deutschland
Die perioperative Schmerztherapie ist eine wichtige ärztliche Aufgabe, die in der Kinderanästhesie gemeinsam mit den operativen Fächern bewältigt werden muss. Neben der präventiven postoperativen Schmerztherapie, die bereits intraoperativ geplant werden kann, soll mit Hilfe von regelmäßiger Schmerzmessung der individuelle Bedarf im Aufwachraum, auf der Intensivstation oder der peripheren Station bestimmt und anhand von klinikinternen Standards die geeignete Medikation verabreicht werden. Als Nicht-Opioid-Analgetika stehen insbesondere Ibuprofen und Metamizol zur Verfügung, während Paracetamol wegen möglicher Nebenwirkungen und der geringen analgetischen Potenz zur postoperativen Schmerztherapie zunehmend in den Hintergrund rückt. Zur Therapie starker postoperativer Schmerzen werden als Opioide insbesondere Piritramid, Nalbuphin, Morphin und Tramadol verwendet. Zudem sollen, wenn immer möglich, Verfahren der Lokalanästhesie zum Einsatz kommen. Alle Techniken sollen im Sinne eines multimodalen Therapieansatzes kombiniert werden.