Anästh Intensivmed 2000;41:89-92 Deutsch English
Klinische Anästhesie
Anästhesiologisches Management bei einem Patienten mit Cri-du-chat-Syndrom

Autoren

Martin Rottke, Klinik für Anästhesiologie des Universitäts-Krankenhauses Eppendorf
F. Wappler, Klinik für Anästhesiologie des Universitäts-Krankenhauses Eppendorf

Schlüsselwörter

Intubation intratracheal, Anaesthesia, Cri-du-chat syndrome

Zusammenfassung

Das Cri-du-chat- oder Katzenschrei-Syndrom ist eine seltene Erkrankung,die durch multiple kongenitale Anomalien charakterisiert ist. Neben den namensgebenden katzenschrei-ähnlichen Lauten wurden insbesondere Larynxanomalien und Mißbildungen des Herzens, des zentralen Nervensystems, der Nieren und des muskuloskeletalen Systems bei den erkrankten Kindern beschrieben. Ursächlich ist eine strukturelle Chromosomenaberration, die zumeist durch eine spontane Genmutation entsteht. Eine kausale Therapiemöglichkeit ist beim Cri-du-chat-Syndrom nicht gegeben. Aufgrund der multiplen Mißbildungen muß allerdings im Verlauf mit vielfachen operativen Eingriffen bei insgesamt deutlich erhöhtem Narkoserisiko gerechnet werden. Insbesondere Intubationsschwierigkeiten infolge der Larynxanomalien können ein besonderes anästhesiologisches Management erfordern. Anhand der folgenden Kasuistik sollen die anästhesiologischen Besonderheiten und Gefahren bei Patienten mit Cri-du-chat-Syndrom dargestellt und diskutiert werden.
Drucken kompletter Artikel (PDF) ca. 351 KB Fenster schließen