Anästh Intensivmed 2017;58:568-571 Deutsch English
Aus den Verbänden - DGAInfo
Das Patient-Blood-Management-Konzept

Autoren

Kai Zacharowski, Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie Universitätsklinikum Frankfurt Theodor-Stern-Kai 7 60590 Frankfurt am Main, Deutschland
P. Meybohm, Klinik für Anästhesiologie, Intensivme­dizin und Schmerztherapie, Universitäts­klinikum Frankfurt
A. Steinbicker, Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerz­therapie, Universitätsklinikum Münster
T. Schmitz-Rixen, linik für Gefäß- und Endovascular­chirurgie, Universitätsklinikum Frankfurt
W. Schwenk, Hamburg

Schlüsselwörter

Patient Blood Management, Anämie, Blutung, Trans­fu­sion

Zusammenfassung

„Patient Blood Management“ ist ein multimodales Konzept mit den Zielen, eine Anämie zu erkennen, zu vermeiden und zu therapieren, die Hämostase zu optimieren, den iatrogenen Blutverlust zu minimieren und eine patientenzentrierte Entscheidung zum optimalen Einsatz allogener Blutprodukte zu treffen. Obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bereits im Jahr 2010 Patient Blood Management als neuen Standard empfohlen hat, setzen viele Krankenhäuser Patient Blood Management im klinischen Alltag noch gar nicht oder unzureichend um. Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin und die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie fordern daher, dass i) alle an der Behandlung Beteiligten wesentliche Aspekte von Patient Blood Management unter Berücksichtigung lokaler Bedingungen umsetzen und ii) gleichzeitig die strukturellen, administrativen und budgetären Rahmenbedingungen im Ge­sundheitswesen geschaffen werden, um möglichst viele der Maßnahmen in Deutschland zukünftig noch besser und intensiver um­zusetzen.
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