Anästh Intensivmed 2019;60:174-189 Deutsch English
Übersichten - Zertifizierte Fortbildung
Klinischer Stellenwert von total intravenöser Anästhesie (TIVA) und Inhalationsanästhesie

Autor

A. Hötzel, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin Universitätsklinikum Freiburg Hugstetter Straße 55 79106 Freiburg, Deutschland

Schlüsselwörter

Propofol, Total intravenöse Anästhesie, Lachgas, Sevofluran, Desfluran, Inhalationsanästhetika

Zusammenfassung

Grundsätzlich kann eine Narkose als total intravenöse Anästhesie (TIVA) oder als Inhalationsanästhesie (in Verbindung mit Opioiden als balancierte Anästhesie) durchgeführt werden. Vor- und Nachteile dieser unterschiedlichen Anästhesietechniken sollten kontextbezogen evaluiert werden. Vorteile einer TIVA werden in der Reduktion von Exzita­tionsphasen, einer effizienteren Reflexdämpfung, einer geringeren Inzidenz postoperativer Übelkeit und Erbrechen sowie der problemlosen Einsetzbarkeit bei Jet-Ventilation, Bronchoskopien oder bei Verdacht/Vorliegen einer malignen Hyperthermie gesehen. Für den Einsatz von Inhalationsanästhetika sprechen eine direkte Messbarkeit des aufgenommenen Narkosemittels über die Ausatemluft, die Potenzierung von Muskelrelaxantien sowie eine weitgehend organunabhängige Pharmakokinetik. Im vorliegenden Artikel wird die Anwendbarkeit beider Verfahren hinsichtlich verschiedener operations- und patientenbezogener Bedürfnisse erörtert.
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