Anästh Intensivmed 2019;60:191-207 Deutsch English
Sonderbeiträge - Leitlinien
Teleme­dizin für die vier Säulen der Anästhesiologie Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Anästhesio­logie und Intensivmedizin (DGAI) und der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin (DG Telemed)

Autoren

Gernot Marx, FRCA, Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care Uniklinik RWTH Aachen Pauwelsstraße 30 52074 Aachen, Deutschland
G. van Aalst, Deutsche Gesellschaft für Telemedizin, Berlin
F. Balzer, Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin Charité Berlin
R. Beckers, Deutsche Gesellschaft für Telemedizin, Berlin
J.-C. Brokmann, Zentrale Notaufnahme Uniklinik RWTH Aachen
M. Czaplik, Klinik für Anästhesiologie Uniklinik RWTH Aachen
R. Deisz, Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care Uniklinik RWTH Aachen
V. von Dossow, Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
M. Dusch, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin Medizinische Hochschule Hannover
B. Ellger, Klinik für Anästhesiologie, Schmerztherapie und Intensivmedizin Klinikum Westfalen
J.-T. Gräsner, Institut für Rettungs- und Notfallmedizin (IRUN) Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
C. von der Groeben, Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie Universitätsklinikum Frankfurt
D. Hadzidiakos, Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin Charité Berlin
A. Heller, Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin Uniklinikum Augsburg
C. Nau, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
R. Rossaint, Klinik für Anästhesiologie Uniklinik RWTH Aachen
D. S. Weiß, Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie Regionale Kliniken Holding GmbH
C. Wunder, Klinik für Anästhesie und Operative Intensivmedizin Robert-Bosch-Krankenhaus Stuttgart
T. Wurmb, Klinik und Poliklinik für Anästhesie Universitätsklinikum Würzburg

Schlüsselwörter

Kompetenz, Telemedizin, Behandlungsqualität, Digitali­sierung

Zusammenfassung

Das deutsche Gesundheitssystem steht vor der Herausforderung, eine hochqualitative und flächendeckende Gesundheitsversorgung bei zunehmendem Ärztemangel auch in Zukunft sicherzustellen. Telemedizinische Koopera­tionsstrukturen können dazu beitragen, Expertenwissen in unterversorgten Regionen rund-um-die-Uhr zur Verfügung zu stellen und die Behandlungsqualität kosteneffektiv und nachhaltig zu ver­bessern. In den Bereichen Tele-Intensivmedizin und Tele-Notfallmedizin konnten posi­‑ ­tive Ergebnisse auf die Versorgung schwer­kranker Patienten anhand zahlreicher internationaler Studien und auch deutschlandweiter Projekte de­‑ monstriert werden. In der Anästhesie bieten ergänzende Tele-Konsultationen die Möglichkeit, eine fachärztliche Su­‑ per­vision von der präoperativen Risiko­evaluation bis zur postanästhesiologi­schen Betreuung bedarfsgerecht und unverzüglich zu ermöglichen. Auch in der Schmerztherapie kann Telemedizin dazu beitragen, eine zeitnahe und individualisierte Betreuung zu unterstützen. Mit dem Ziel, die Überführung telemedizinischer Modelle in die Regelversorgung zu erleichtern, schlägt die Ständige Kommission Telemedizin der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin (DGAI) und die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin (DG Telemed) methodische Mindestanforderungen für telemedizinische Anwendungen vor.
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