Anästh Intensivmed 2019;60:308-315 Deutsch English
Übersichten - Zertifizierte Fortbildung
Nichtinvasive Beatmungsformen

Autor

Rolf Dembinski, Klinik für Intensivmedizin und Notfallmedizin Klinikum Bremen Mitte St. Jürgen-Straße 1 28177 Bremen, Deutschland Tel.: 0421 497-5316 Fax: 0421 497-3325

Schlüsselwörter

Maschinelle Beatmung, Atemversagen, Akutes Lungen­versagen, Hyperkapnie, Hypoxämie

Zusammenfassung

Nichtinvasive Beatmung ist ein integraler Bestandteil der Beatmungsstrategie bei respiratorischer Insuffizienz im Rah­men der intensivmedizinischen Therapie. Insbesondere das Atemmuskelversagen ist als Indikation etabliert, aber auch beim hypoxämischen Lungenversagen ist ein Therapieversuch gerechtfertigt. Unabhängig von der Indikation ist die Erfolgskontrolle ein bis zwei Stunden nach Beginn der nichtinvasiven Beat- mung von entscheidender Bedeutung. Zeigt sich hier keine Besserung der klinischen Symptomatik, sollte eine invasive Beatmung eingeleitet werden. Bei Stabilisierung des Patienten soll die nichtinvasive Therapie weitergeführt werden, um die vielfältigen Risiken der invasiven Beatmung zu vermeiden. Die Vorhaltung verschiedener Hilfsmittel wie Mund-Nasenmasken, Vollgesichtsmasken und Beatmungshelme gewährleistet nicht nur eine Optimierung der Atemmechanik und eine Minimierung von Leckagen, sondern auch bestmöglichen Patientenkomfort. Insbesondere bei mangelnder Toleranz oder schwierigen anatomischen Gegebenheiten stellt die nasale High-Flow-Sauerstofftherapie eine sinnvolle Alternative zur nichtinvasiven Beatmung dar.
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