Anästh Intensivmed 2019;60:135-143 Deutsch English
Übersichten - Zertifizierte Fortbildung
Maligne Hyperthermie

Autoren

Thierry Girard, Anästhesiologie OP West Universitätsspital Basel Spitalstrasse 21 4031 Basel, Schweiz
O. Bandschapp, Anästhesiologie OP West Universitätsspital Basel Spitalstrasse 21 4031 Basel, Schweiz

Schlüsselwörter

Maligne Hyperthermie, MH-Empfindlichkeit, MH-Diagnostik, In-vitro-Kontrakturtest

Zusammenfassung

Die Maligne Hyperthermie (MH) wird beim genetisch prädisponierten Patienten vor allem durch volatile Anästhetika sowie das depolarisierende Muskelre­laxanz Succinylcholin ausgelöst. Für Anästhesisten von besonderer Bedeutung sind das Erkennen und die korrekte Therapie einer MH-Krise, was profunde Kenntnisse der pathophysiologischen Zusammenhänge voraussetzt. Ebenso wichtig sind die korrekte Planung und Vorbereitung bei Patienten mit einer bekannten MH-Empfindlichkeit. Schlussendlich müssen Anästhesisten auch die Möglichkeiten der MH-Dia­gnostik in groben Zügen kennen, um die Resultate von molekulargenetischen Untersuchungen und des In-vitro-Kon­trakturtests korrekt interpretieren zu können. Patienten mit einem auf MH verdächtigen klinischen Ereignis sollten zur weiteren Diagnostik einem MH-Diagnostikzentrum zugewiesen werden.
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