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P. Kassenbrock, K. Zickbauer, K. Schunk, S.G. Sakka

Fallbericht: Patient mit Lungenabszess anstatt vermuteter COVID-19-Infektion

Schlüsselwörter COVID-19, Pneumonie, Sepsis, Lungenabszess, Multiorganversagen
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Zusammenfassung

Die klinischen Symptome und pulmonalen Veränderungen infolge einer Infektion mit SARS-CoV-2 sind vielfältiger Natur. Neben den mutmaßlich klassischen klinischen Zeichen wie Fieber, trockener Husten und den radiologischen Veränderungen können allerdings eine Reihe anderer Symptome und Konstellationen bestehen. Wir beschreiben einen 48 Jahre alten, männlichen Patienten, der unter Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion stationär aufgenommen wurde und im Rahmen der intensivmedizinischen Behandlung innerhalb weniger Stunden ein progredientes Organversagen entwickelte. Unter der Diagnose eines septischen Schocks erfolgte eine weitergehende Diagnostik, die einen rechtsseitigen Lungenabszess erbrachte. Der am Abend COVID-19-negativ bestätigte Patient wurde wenige Stunden nach seiner Aufnahme nach extern zur thoraxchirurgischen Versorgung verlegt. Er verstarb unter den intensivmedizinischen Maßnahmen 49 Stunden später im therapierefraktären septischen Multiorganversagen. Der Fall unterstreicht unabhängig der aktuellen Coronavirus-Pandemie die Notwendigkeit der sorgfältigen differentialdiagnostischen Abklärung einer pulmonalen Affektion und die Berücksichtigung eines Lungenabszesses als möglichem Fokus einer Sepsis.

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03/2021